Kroatien

Zagreb 2 (02.09-09.09): Zu Besuch bei Nina

    Ab Kiew flog ich mit WizzAir nach Budapest um Nina zu besuchen, die ich in Kroatien kennengelernt habe. Da mein Flug erst um 16:15 Uhr ankam gab es keine Möglichkeit den einzigen Zug nach Zagreb zu bekommen, der um 13:15 Uhr fährt und ca. 7 h braucht. So hätte ich bis am nächsten Abend ca. 21:00 Uhr gebraucht und auch 29 € pro Strecke zahlen müssen. Also mietete ich mir ein Auto und inserierte die Mitfahrgelegenheit auf verschiedenen Websites (auf ungarischen, kroatischen und internationalen Seiten). So konnte ich den größten Teil der Kosten wieder reinholen und hatte sogar noch ein Mietwagen für die Woche, die ich mit Nina verbrachte.

    Auf der Hinfahrt hatte ich ein volles Auto, das zwar durch Versicherungsgebühren für außerhalb von Ungarn noch mehr als gedacht kostete, jedoch dafür zumindest größer war als gebucht (Opel Saphira statt Opel Astra). Ungefähr um 22:30 hatte ich dann alle Mitfahrer abgeladen und Nina holte mich am Bahnhof ab. Ich freute mich sehr sie nach einem Monat wieder zu sehen. Am nächsten Tag trafen wir uns in der Mittagspause im Café und auch in den folgenden Tagen gingen wir zusammen Mittagessen. Da sie seit einem Monat den neuen Job bei der Zagrebačka Banka begonnen hat beschäftigte ich mich bis zum Nachmittag alleine.

    Am zweiten Abend fuhren wir hoch nach Slemje, ein Berg von dem aus man einen schönen Blick über ganz Zagreb hat. Nina war seit ihrer Führerscheinprüfung nicht mehr Auto gefahren und so war unsere Fahrt nach oben vorsichtig und etwas langsamer aber immerhin relativ sicher. Wir schauten uns die Stadt bei Nacht an und gingen danach noch etwas essen.

    Ein Tag ging ich in den Zoo im Maksimir Park nahe Nina’s Wohnung. Der Zoo war nicht besonders groß aber ganz nett. Die meisten Gehege waren zwar schön hergerichtet aber etwas klein. Vor allem die Murmeltieren, die Affen und die Seelöwen waren gut drauf. Später traf ich auch meinen tierischen Kumpel. Ein Papagei, der mich anpfiff und als ich mit ihm Spielchen spielte ziemlich durchdrehte. Später kam Nina von der Arbeit in den Zoo und ich zeigte ihr den „Crazy Bird“.

    Abends stärkten wir uns mit den gefüllten Paprikas, die ich mittags gemacht hatte und danach gingen wir Squash spielen. Nina schlug sich sehr gut für das erste Mal und so gingen wir nach einer Stunde verschwitzt zurück zu ihrer Wohnung.

    Am Freitag ging ich nach dem Mittagessen und Kaffee mit Nina alleine in die Stadt und trank gemütlich ein Radler an der Kathedrale am Hauptplatz von Zagreb. Ich lernte einige Traveller kennen, die von ihren Reisen berichteten und wir tauschten Tipps und Infos aus. Später traf ich mich mit Nina und ich kochte schnell etwas bevor wir uns mit ihren Freundinnen in der Stadt zum Ausgehen trafen. Etwas verspätet trafen wir Matea und gingen in der Alcatraz Bar ein Bier trinken. Kurz darauf kam dann auch Hanna. Matea übte ihr Deutsch, dass sie schon ein klein wenig verlernt hatte. Später gingen wir dann ins Super Café wo wir tanzten und Bilder machten und viel zu lachen hatten.

    Dubrovnik: Verdienstes Weltkulturerbe an der Küste

      Von Tučepi aus wollte ich direkt den Bus nach Dubrovnik nehmen. Da stand ich nun in der Mittagssonne an der Bushaltestelle und wartete auf den Bus von Promet Makarska, der um 12.40 Uhr nach Dubrovnik starten sollte. Schnell war es 13.30 und ich dachte mir nur, „hmmm, das wird wohl nix mehr“. Was tun!? Heb ich mal den Finger zum Trampen raus und keine 10 Minuten später saß ich mit drei sehr lässigen Polen im Auto nach Dubrovnik. Dort wartete Petra auf mich. In Zadar hatte mir eine Bekanntschaft am Strand den Kontakt vermittelt und so konnte ich kostenlos im Kinderzimmer von Petra schlafen. Sie war eine sehr entspannte Person und glücklich darüber, dass nach der Arbeit immer etwas Leckeres im Kühlschrank war, das ich gekocht habe. Sie hat mich ihren ganzen Freunden vorgestellt, mir die Strände und die Stadt gezeigt und abends ging es mit allen in die Bars der Stadt. Dubrovniks Altstadt ist eine kleine, von einer alten Burgmauer umgebenen Halbinseln mit mittelalterlichen Häusern und kleinen Gassen. In der Touristenagentur, wo Petra arbeitet, war immmer ein zum Schwimmen gebunkert und eigentlich jeden Abend wurde irgendwo in der Stadt oder in Porparella (wo es eine Bar gibt, deren Tresen die Burgmauer ist und die praktisch aus zwei Kühlschränken besteht. Dubrovnik hat mir sehr gut gefallen, auch wenn die Preise relativ teuer sind (Großes Bier 4,50€-5€, Kaffee 2-3€). Der Altstadtflair wurde nur von den vielen Touristen gestört aber in den Seitenstraßen war es ok.

      Tučepi: Strandstädchen zum Entspannen

        Nach nur einem Tag Split ging es mit dem Bus weiter in das schöne kleine Strandstädchen Tučepi. Nina, die ich in Zagreb kennengelernt habe, hat mir das Örtchen empfohlen und wie es der Zufall so wollte war sie in der selben Zeit auch mit ihrer Mama in Tučepi. Ich kam an und habe mit Ninas Hilfe (Kroatisch) eine Bleibe gefunden. Die Pension Kovač ist eine kleine aber gemütliche Pension (auch wenn die Betten beim Umdrehen etwas quietschen). Die Besitzerin hat lange Zeit in Deutschland gelebt und spricht gut Deutsch. Mit den beiden Söhnen Berci und Mischa und mit Nina bin ich dann nach Makarska gefahren und haben ein bisschen das Nachtleben erkundet. Tagsüber war Strandchillen angesagt und abends wurde mal relaxt und mal in Makarska ausgegangen. So wie man sich eben Urlaub an der kroatischen Küste vorstellt. Das Meer war sehr schön und ich habe die Zeit sehr genossen. Bei einer Runde Tennis in der Nachmittagssonne habe ich Nina ganz schön ins Schwitzen gebracht aber sie hat sich sehr gut geschlagen. Die Pltivice Seen und Tučepi haben mir bis jetzt in Kroatien am Besten gefallen (Auch Dank Ninas Kenntnissen als Touristguide).