Zagreb

    Nach der abenteurlichen Reise von Pécs nach Zagreb habe ich mich erst einmal in ein Hostel einquartiert. Der Name des Hostels passte ganz gut zu mir. „Hobo Bear“ Hostel also, Pennerbär Hostel. Dort habe ich erst einmal das Nachtleben von Zagreb mit zwei Chilenen erkundet und konnte herausfinden, dass in Zagrebs Haupstadt auch unter der Woche einiges los ist. Viel von der Stadt habe ich in den Tagen im Hostel nicht gesehen. Aber am zweiten Tag kam dann eine Bestätigung, dass ich über Couchsurfing wo schlafen konnte. Martina war eine gute Gastgeberin. Da ihre Eltern an der Küste waren konnte ich im Wohnzimmer auf der Couch schlafen. Sie meinte, dass die Eltern das aber nicht erfahren dürfen. Ich lernte einihe ihrer Freunde kennen, die mir wiederum das Nachtleben gezeigt haben als Martina auf einer Hochzeit eingeladen war. Zuerst gab es Live-Musik einer traditionellen Gruppe von Sängern, deren Gesang wohl nationales Kulturerbe ist (sehr schnulzig, aber gute Stimmen). Danach fuhren wir an einen nahegelegenen See, wo man in einer Disco auch Open-Air feiern kann.
    Am nächsten Tag hat Martina sich einige historische Sachen aus dem Internet herausgeschrieben und eine Stadtführung geplant. Ihre Freundin Nina, die hervorragend Deutsch spricht hat uns dabei begleitet. Martina war müde von der Hochzeit und so hat Nina für meine Bespaßung gesorgt. Wir haben das gute Wetter genossen und ein typisch kroatischen Häppchen probiert. Abends ging es dann wieder mit Martina und einigen Freundinnen feiern. Mit Nina konnte ich deutsch sprechen und so haben wir einige Witze gerissen, die durch das günstige Bier noch lustiger wurden. Am nächsten Tag habe ich dann die komplette EU-Beitrittsfeier am Hauptplatz von Zagreb angeschaut. Nein Spaß… Ich habe das verschlafen und nur einen Teil der Feier im Fernsehen gesehen. Das bleibt einem aber trotzdem in Erinnerung. Wer kann schon sagen, dass er bei so einem historischen Moment nur ca. 20min von der Feier alles verpennt hat. „Hobo Bear“!

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