Hanoi (21.1-23.1): Die sagenumwogene Hauptstadt Vietnams bietet französische Kolonialgebäude, Pagoden und Wasserpuppentheater

    Am Abend kamen wir in Hanoi an und gingen ins Hotel zu einem alten Bekannten von mir. Tim, der im Tu Linh Palace Hotel an der Rezeption arbeitet, habe ich schon bei meiner letzten Vietnamreise kennengelernt. Er kümmerte sich hervorragend um uns und sorgte für einige Rabatte. Am nächsten Tag starteten wir die Erkundungstour durch die verwinkelten kleinen Gassen der Altstadt, deren Straßen nach dem benannt sind, was die Geschäfte so verkaufen. In der Leiterstraße gibt es zig Geschäfte, die Bambusleitern verkaufen und in unserer Straße (Hang Gá = Hühnerstraße) wurden früher Hühner verkauft. Überall waren Lampions und Dekorationsartikel für das asiatische neue Jahr (nach dem Mondkalender) im Angebot. Wir liefen durch die Gassen vor zum See, wo die Schildkrötenpagode in der Mitte als Wahrzeichen der Stadt thront.

    Über die bekannte rote Brücke liefen wir zum Jadetempel von wo aus man einen sehr schönen Blick auf den See hat. Außerdem gibt es dort im Jadetempel eine scheinbar 400 Jahre alte konservierte Schildkröte. Der Legende nach überreichte die Schildkröte in einer sagenhaften Schlacht ein Schwert, das dem vietnamesischen Volk zum Sieg verhalf. Etwas nachdenklich stimmt einem, dass gerade im Jahr 1969, als der Volksheld Ho Chi Minhs Sterben lag und das vietnamesische Volk seinen Glauben an die Regierung und das sozialistische System zu verlieren Schien wurde, die Schildkröte im See gefunden um das Volk zu besänftigen.

    Nach einer kurzen Kaffeepause im Garten der Oper ging es in das französische Viertel und zur Notre Dame Kathedrale von Hanoi. Die Kolonialgebäude sind schön anzuschauen und der viele Lärm des Verkehrs sorgte für die typisch asiatische Atmosphäre. Vom Bahnhof aus setzten wir uns hinten auf drei Motorräder und fuhren für 1 € pro Person zum Wasserpuppen-Theater. Am Abend schlenderten wir duch die Gassen der Altstadt und aßen an einem kleinen Straßenstand mit den typischen Mini-Plastikstühlen und Tischen, die mich wie ein Riese im Land der Zwerge vorkommen lassen. Es gab schon einige grinsende Blicke wie ich mich auf einen Stuhl zwenge und meine Knie noch einen halben Meter über den Tisch ragen. Aber das vielfältige Essen an den Straßenständen und der Hammer Preis (Ca. 5-10€ für 3 Personen inklusive Bier und Kaffee) sind die Anstrengungen wert. Am nächsten Tag war ein Schiffsausflug geplant und so gingen wir nicht allzu spät ins Bett.

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