Israel

Jersusalem, Bethlehem (18.12-19.12): Felsendom, die Geburtskirche Jesus und Weihnachtsprozessionen

    Am nächsten Tag nahm ich die beschwerliche Reise nach Jerusalem. Ein Sammeltaxi, ein Bus, 3 Stunden Wartezeit, Gepäckkontrolle aller Gepäckstücke, 3-fache Passkontrolle, ein weiterer Minibus und ein Fußmarsch brachten mich schließlich nach 8 Stunden in einen Pub im Zentrum Jerusalems. Dort suchte ich wieder extrem spontan eine Bleibe für die Nacht, da mein Plan, an diesem Tag Bethlehem und das tote Meer zu sehen ganz und gar nicht aufging. Im Pub lernte ich Eitan und seinen Kumpel Opher kennen. Als ich ihnen von meinem Trip erzählte boten sie mir gleich einen Schlafplatz bei sich an. Das nahm ich natürlich dankend an.

    Auch in Jerusalem lag einiges an Schnee und so war es nachts wieder schön kalt. Am nächsten morgen machte mich eine eiskalte Dusche wach. Ich schaute mir den Palast von König David an, der einen Einblick in die Geschichte Jerusalems gab. Jerusalem wurde über die Jahrhunderte von so ziemlich jedem Volk erobert. Ägypter, Helenen, Römer, Ottomanen, asiatische Völker. Oft wurde ein Großteil der Stadt zerstört um dann wieder Gebäude und Denkmäler der jeweiligen Kultur zu errichten. Die Aussicht vom Panoramaturm ist wohl die beste in ganz Jerusalem.

    Anschließend nahm ich den Bus nach Bethlehem, wo ich die Geburtskirche Jesus besuchte. Hier soll Jesus geboren worden sein. In der Kirche geht man hinunter in die Grotte und hat dort einen Schrein, an dem Fleck wo Jesus Christus geboren wurde. Ein immer nasser runder Stein befindet sich darin. Man kriecht in diesen Schrein hinein und kann dann Kreuze und Gegenstände auf die Stelle legen um sie zu weihen oder man berührt die Stelle mit den Händen und befeuchtet sich damit die Stirn. Der Ort strahlt schon eine gewisse Magie aus und zahlreiche Pilgergruppen sind hier anzutreffen. Ansonsten gibt es um die Geburtskirche die Altstadt und weitere Kirchen.
    Wieder in Jerusalem angekommen trank ich einen Kaffee und folgte danach einer Prozession, die das Aufstellen des Weihnachtsbaumes am Tor zur Altstadt Jerusalems feierte. Es war eine große Menschenansammlung, die den Trommeln folgte. Es gab ein Feuerwerk und alles war weihnachtlich geschmückt, was ein bisschen komisch aussieht, da überall Palmen stehen. Trotzdem kam bei mir die Weihnachtsstimmung auf und ich kann es nicht erwarten die Festtage zu feiern.

    Elat (05.12-08.12): Schnorcheln mit bunten Fischen und viel Sonne am roten Meer

      Ich nahm den Bus um 17 Uhr von Jerusalem nach Eilat. Die Busstation in Jerusalem ist ein riesiges Chaos aber ich fand den Weg durch hebräische Schilder mit Hilfe der Einheimischen. Noch im Bus erhielt ich eine Zusage, dass ich auch hier über CouchSurfing eine Bleibe habe. Shani, ein sehr lässiger Typ nahm mich in Empfang und meinte sofort, dass ich mich auf Party einstellen sollte. Gesagt, getan. Am nächsten Tag ging ich mit ihm zum Ben Harush Strand, wo sein Vater ein Restaurant hat. Endlich wieder gutes Wetter (28 Grad), Sonne Strand und dazu noch das rote Meer. Gegenüber des Strandes sieht man schon das Gebirgsland Jordaniens und im Hintergrund das Taba Hochland. Ein idyllischer Ort. Direkt wenn man ins Wasser geht befindet man sich schon in einem großen Korallenriff mit bunten Fischen. So schnorchelte ich herum und sah Rochen, Clownfische, Anemonen und andere bunte Fische. Ich vergaß dabei total die Zeit und kam erst zum Abendessen wieder aus dem Wasser.

      Im Restaurant wo auch mein Host Shani arbeitet gab es hervorragenden Fisch, der frisch gefangen wurde. Nach ein paar Bier gingen wir wieder zurück in Shanis Appartement und ich wusste. Hier bleibe ich nicht nur 1 Tag wie geplant sondern länger. Vor allem wollte ich auch das Visum für Ägypten in Eilat beantragen. Abends war wieder Shabbat Festmahl mit der Familie angesagt. Danach wurde Karaoke gesungen. Und später ging es wieder in die Bars der Stadt. Am nächsten Tag ging ich wieder schnorcheln und war abends sehr kaputt.

      Am nächsten Tag hatte die ägyptische Botschaft wieder geöffnet und so konnte ich mein Visum für Kairo besorgen. Vormittags ging ich hin und gab mein Reisepass ab und schon nach 1 Stunde konnte ich mein Visum abholen. Eine Bekannte von Shani hatte mir angeboten zum Delfin Riff zu kommen, wo ich dann kostenlos Eintritt bekam. Der Strand war sehr entspannt und ich konnte sogar einen Delfin streicheln.

      Jerusalem (02.12-05.12): Historische Wiege der Religion

        Nach einem weiteren Strandtag nahm ich den Bus von Tel Aviv nach Jerusalem, der eigentlich alle 15 Minuten von der Busstation in Tel Aviv abfährt. Ca. um 23.00 Uhr kam ich in Jerusalem an und fuhr mit Bus und Metro zu meinem Couchsurfing Host Dan. Er war gerade im Fitness Studio und gab mir dort einfach seine Schlüssel und meinte ich solle ruhig schon mal vorgehen und es mir gemütlich machen. Ein sehr vertrauensvoller Mensch! Dan war eher ruhig und hatte eine anstrengende Woche. Also ging ich alleine Jerusalem erkunden.

        Die Altstadt ist sehr imposant. Die Wiege unserer Kultur und Orte, die schon in der Bibel erwähnt sind befinden sich hier. Der Turm von König David, der Ölberg, der Garten von Gethsemane, die Grabeskirche. Und natürlich nicht zu vergessen der Felsendom und die Klagemauer. Alles geschichtsträchtige und einmalige Orte. Leider hatte ich hier ab dem zweiten Tag kein Glück mit dem Wetter und so zog ich nach einem Tag den ich nur in der Wohnung verbracht hatte weiter zu besserem Wetter. Fünf Stunden südlich an die Grenzen zwischen Israel, Ägypten und Jordanien nach Eilat.