Vietnam

Phu Quoc (28.1-31.1): Tropisches Inselparadies mit einsamen Traumstränden

    Früh morgens starteten wir die Reise nach Phu Quoc, einer kleinen paradiesischen Inseln im Südwesten Vietnams. Nach einem Zwischenstopp in Ho Chi Minh, den wir in einem Kaffee auf dem Dach eines Hochhauses neben dem Flughafen erbrachten, kamen wir entspannt in Phu Quoc an. Das Airport Shuttle des vier Sterne Resort wartete schon auf uns. Und in 15 Minuten waren wir in den Resort, das wir zu einem super Discount Preis gebucht hatten. Ein ruhiges und paradiesisches Fleckchen Erde erwartete uns mit großem Pool mit Meerblick, einem Privatstrand, kostenlose Wein- und Cocktailabende mit Live Musik, Hammer Frühstücksbuffet und super Wetter. Zwei Tage lang wechselten nach einem ausgiebigen Frühstück einfach zwischen Meer und Pool mit kurzen Iced Vietnamese Coffee Pausen. Am zweiten Abend mieteten wir uns für 24 Stunden einen Roller und fuhren ins Zentrum. Am Hafen aßen wir gegrillte Muscheln, Wachtel und andere lokale Gerichte. Wir hatten auch gekochte Eier, zumindest dachten wir das. Drinnen befand sich ein gekochtes halb ausgebrütetes Küken. Nach einer kurzen Irrfahrt durch unbefestigte Straßen kamen wir zurück ins Resort. Dies gab uns einen Vorgeschmack auf die Rollertour am nächsten Tag.

    Bei strahlendem Wetter fuhren wir los über holprige rote Staubstraßen stets mit Blick auf die wunderschönen einsamen Strände. An einer Bar für einheimische Tranken wir einen vietnamesischen Kaffee und lauschten den Karaokegesängen der Cafébesucher. Die Leute waren sehr überrascht Touristen zu sehen aber sehr freundlich. Wir fuhren bis an die Südspitze nach An Thoi, wo wir am Militärhafen vorbei zu einem der schönsten Tempel fuhren, den wir auf dem Trip gesehen hatten. Die Vorbereitungen auf das Neue Jahr des Mondkalenders waren in vollem Gange. Ein Mönch betete und wir zündeten Räucherstäbchen an. Danach fuhren wir zum Bai Sao, dem Sao Strand. Wunderschöner weißer Sand, türkisblaues Wasser und drei Strandbars machten diesen Ort sehr speziell. Die Insel Phu Quoc ist noch recht unbekannt unter Touristen, die eher nach Thailand, Bali oder Langkawi in Malaysia gehen. Leider soll das Paradies bald riesigen Hotelkomplexen weichen und Autobahnen sind im Bau. Meine Eltern und ich waren sehr froh, dass wir diese noch recht ursprüngliche Insel sehen konnten bevor die Touristenströme die Situation ändern.

    Auf dem Weg zurück zum Resort fuhren wir noch an einem kleinen Wasserfall vorbei. Für den Abend hatten wir in unserem Resort ein Barbecue direkt am Stand gebucht um das Neue Jahr des Mondkalenders zu feiern, welches auch Chinese New Year genannt wird. Es gab alles was das Herz begehrt. Frischen Fisch, Shrimps, Krabbe, Jakobsmuschen, Ente, Rindfleisch, Hähnchen, eine Frittierstation für Frühlingsrollen und andere vietnamesische Gerichte, Salatbar mit Mango-, Papaya- und Pomelosalat. Dazu verschiedene Weine und die schöne Atmosphäre aus Live-Musik, Kerzen und lauschiger Beleuchtung. Die typische Drachentanzshow rundete den Abend ab, der durch ein Feuerwerk über der Stadt beendet wurde, das wir begleitet vom Rauschen des Meeres am Strand des Resorts beobachteten. Am nächsten Tag entspannte ich noch bis 15 Uhr am Pool bevor ich mich von meinen Eltern verabschiedete den Weg zum Flughafen und den Weg Richtung Japan antrat.

    Hoi An (27.1): Liebenswerte vietnamesische Kleinstadt mit Fußgängerzone

      Hoi An ist eine Kleinstadt, die im Vergleich zu all den größeren Städten, die wir auf der Rundreise gesehen hatten, nicht vom Verkehr überläuft. Es gibt sogar eine Fußgängerzone, was für asiatische Städte sehr ungewöhnlich ist. Motorräder sind normalerweise überall. So nahmen wir uns ein Fahrrad und erkundeten die Kleinstadt. Die japanische Brücke, verschiedene Tempel und die kleinen vom französischen Stil geprägten Straßen. Zum Mittagessen fuhren wir über den Fluss und setzten uns an einen Essensstand, wo wir ein typisches Menü gekocht bekamen. Die Frau an dem Stand erzähle uns, dass sie vor zwei Jahren hier einen kleinen Stand aus Bambus und mit einem Palmblätterdach besaß. Jedoch kam ein großer Sturm und fegte alles weg. Und so wartete sie 2 Jahre und verkaufte Kokosnüsse bis ein Stand aus Steinen gebaut wurde.

      Nach einem leckeren Mittagsmenü nahmen wir unsere Fahrräder und fuhren durch das kleine Städtchen. Die hübschen französischen Kolonialgebäude am Fluss sowie die Vielzahl an Tempeln und asiatischen Gebäuden in der ruhigen Atmosphäre einer Fußgängerzone machten Hoi An zu einem willkommenen Kontrast zu den vietnamesischen Großstädten, die wir bisher gesehen hatten. Auf einer Dachterrasse mit Blick auf den Fluss und die Japanische Brücke tranken wir am Nachmittag einen vietnamesischen Kaffee mit Kondensmilch und Eiswürfeln. Nach einer kurzen Ruhepause im Hotel gingen wir durch die, von Laternen beleuchteten Gassen zu einem Restaurant und genossen ein schönes Abendessen. Früh ging es zu Bett, da am nächsten morgen um halb 6 ein Taxi zum Flughafen von Da Nang gebucht war.

      Phong Nha: Die größte und schönste Höhle der Welt führt einem auf einem Fluss in die glitzernde Welt der Stalagmiten und Stalagtiten

        Entspannt flogen wir mit Vietnam Airlines nach Hue, von wo wir am nächsten Tag eine Exkursion in den Phong Nha Nationalpark starteten. Die holperige vierstündige Fahrt mit Stopp an einer Kirche, die zum Vatikan gehört und durch die DMZ (DeMilitarisierte Zone, die nach dem Krieg als Puffer zwischen Süd und Nord eingerichtet wurde) lohnte sich als wir mit dem Boot in die Phong Nha Höhle fuhren. Diese wurde vom internationalen Komitee der Höhlenforscher zum schönsten und größten Höhlensystem der Welt erklärt mit den größten Gesteinsformationen und dem längsten Fluss unter der Erde. Wir fuhren mit dem Boot ein Stück in das Höhlensystem hinein, bevor wir an Land gingen und die imposante Höhle erkundeten. Unser Führer erklärte uns alles über die Höhle, die Rolle als Waffenlager im Vietnamkrieg und das Glück, dass die Bombenangriffe dieses Wunder der Natur verschonten. Abends buchten wir unseren Transfer nach Hoi an.