Japan

Okinawa (10.2-12.2): Die einzige tropische Insel Japans verschlafen

Okinawa sollte eigentlich eine entspannte Zeit am Strand werden. Schön relaxen und sich von Schneesturm, Fieber und dem vielen Hin- und Herreisen erholen. Ich buchte ein schönes kleines Guesthouse ein wenig nördlich des Flughafens. Als ich ankam ging ich zur Touristeninfo, wo mir die Frau in gebrochenem Englisch erklärte, dass es dorthin keine direkten Busse vom Flughafen gibt und ich erst einmal die Metro zur Hauptbustation nehmen sollte. Von dort gäbe es dann Optionen. Gesagt getan. Leider wurde ich als ich ankam von Bus zu Bus geschickt und dann letztendlich in das Büro zweier Busunternehmen. Resultat: Ich hätte einen Bus vom Flughafen aus nehmen sollen und in einer anderen Stadt umsteigen. Taxikosten: 80-100€. Verdammt, dachte ich mir.

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Ich war totmüde und gar nicht in Stimmung Preise runterzuhandeln oder zu trampen. Also entschied ich mich in Okinawa Stadt zu bleiben und schlief praktisch zwei Tage durch. Auch das Wetter spielte nicht so richtig mit und es regnete leicht, wobei die Temperaturen um die 20 Grad sehr angenehm waren nachdem es in Yokohama und Tokio einen der schlimmsten Schneestürme seit Jahrzehnten gegeben hatte. So konnte ich leider den wahren Charme der einzigen tropischen Inselgruppe Japans nicht genießen. Dafür flog ich erholt und ausgeschlafen weiter nach Taipeh.

Osaka (10.02): Wer schläft den ganzen Tag im SkyTower!?

    Da ich in Osaka total fertig ankam setzte ich mich in die Fernbus-Ankunftshalle in einen gemütlichen Sessel und musste erst einmal schlafen. Fieber und Nachtbus hatten mich bei diesem kalten Wetter zu sehr mitgenommen. So schlief ich 5 Stunden bis ich mich aufraffen konnte. Ich musste schon bald los zu meinem Flug nach Okinawa, einer Insel mit eher mildem Klima. Darauf freute ich mich sehr. Endlich wieder angenehme Temperaturen. In dem Gebäude (Umeda Sky Building), in dem ich geschlafen hatte war das Floating Garden Observatory. Die Brücke zwischen den zwei Gebäuden, die ein Loch in der Mitte hat, wo zwei Glastunnel-Rolltreppen nach oben ragen, sieht ein bisschen wie aus einem Science-Fiction Film aus. Ich schaute mir die Skyline von Osaka an um zumindest noch ein wenig etwas von dieser Stadt gesehen zu haben und machte mich dann auf den Weg zum Flughafen. Mangelnde Englischkenntnisse erschwerten mir den Weg zum Airportbus, der eigentlich nur einige 100 Meter entfernt losfuhr.

    Yokohama (08.02-10.02): Schneesturm in der zweitgrößten Stadt Japans

      In Yokohama kam ich leider nicht in meiner gewohnten Form an. Nach 7 Monaten, in denen ich sogar eine Nacht im Beduinencamp bei Minusgraden in der Bergwüste von Jordanien überstanden hatte war ich das erste Mal angeschlagen. Der Temperaturunterschied zu Südostasien, ein Schneesturm, gepaart mit dem wenigen Schlaf in Nachtbussen war dann auch für mich zu viel. Und so kam ich mit Fieber in der zweitgrößten Stadt Japans, Yokohama, an. Der Schneesturm der draußen tobte kam ganz Recht, denn ich konnte mich einfach nur erholen. Ich besuchte einen indischen Freund, Madhu, den ich aus dem Badminton in Deutschlang kenne. Er und seine Frau kümmerten sich um mich und versorgten mich mit Tee und gutem indischem Essen.

      Am nächsten Tag wollte ich dann doch noch etwas von Yokohama sehen, denn Madhu hatte sich einiges ausgedacht. So bestaunten wir in Chinatown eine chinesische Neujahrszeremonie, mit den typischen Drachenkostümen unter denen sich mindestens zwei Kostümträger verstecken und als Drachen umherspringen. Danach liefen durch die verschneiten Straßen des Bezirks Mirato Minai 21, übersetzt „Hafen der Zukunft“, vorbei an dem Landmark Tower, Japans höchstem Gebäude, einem in die Stadt integrierten Vergnügungspark und dem Pacifico Convention Center, bis wir dann abends ins Nudelsuppen Museum gingen, wo die Geschichte von Instant-Nudelsuppe erklärt wurde. Nachdem ich mich etwas bei Madhu zuhause ausgeruht hatte ging es wieder in den Nachtbus. Noch immer mit ein wenig Fieber